Die Geschichte des Dorfes im Überblick

 

4.-5. Jahrhundert
Warnen haben sich um die Zeit der Völkerwanderung dort ansiedelt wo unser heutiges Harsleben liegt. Die Warnen kamen aus dem Norden, dem heutigen Schweden. Auf dem Weg, den sie zurückgelegt haben könnten, tauchen Ortsnamen auf die ähnlich- oder Gleichlautigkeit mit dem Ortsnamen Harsleben haben. Viele Orte im Gebiet des Vorharzes tragen Namen mit der Endsilbe "leben". Das gemeingermanische Wort bedeutet soviel wie Überbleibsel, Rest vielleicht auch Bleibe.

1136
wird Harsleben urkundlich erstmals erwähnt. Bischof Rudolf von Halberstadt bestätigt in 2 Urkunden dem Hochstift zu Halberstadt Besitzungen und Einrichtungen des Stifts in orientali Hirsleve und in alia Hirsleve unserem heutigen Harsleben.

1432
treten Bürgermeister und Ratsherren von Grotin Hersleven bereits als kommunale Vertragspartner auf. Sie schließen mit dem Domcapitel zu Halberstadt einen Vertrag ab, der ihnen auf einer Fläche von etwa 200 Hektar am Heidberg und zu Camperode die Holzung und die Nutzung von Heide, Weide zusichert. Der Vertrag trägt das Bauernsiegel des Dorfes und zeigt die Schutzpatrone der Harsleber Kirche, die Heiligen Simon und Judas. "sigilum ville maiori(s) Hersleven" lautet die Umschrift. (oben zu sehen d.R.)

1463
wird das Rathaus urkundlich erwähnt.

1494
wird die Schützenbrüderschaft gegründet.

Schützenumzug 1929

1500
wird das Gasthaus "Schwarzer Adler" (Raths-Krug) erbaut, 1783 erfolgt der Neuaufbau, 1877 wird der Saal angebaut.
Seit 2009 ist dort kein Gaststättenbetrieb mehr, damit endet eine über 500 jährige Tradition.

1546
leisten die Harsleber beim Löschen des großen Schloßbrandes in Blankenburg "gute Dienste" und bekommen dafür 345 Waldmorgen im Wienröder Forst geschenkt (Beginn der "Holzgemeine").

Die Harsleber besitzen zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine eigene Gemeindeordnung nebst Strafgesetzbuch die an städtische Verwaltungsordnungen damaliger Zeiten erinnern.
Diese Gemeindeordnung liegt im Original im germanischen Museum in Nürnberg

1601
gilt als das Baujahr der Kirche, sie darf aber als wesentlich älter eingeschätzt werden.

1618-1648
der 30. jährige Krieg hinterlässt auch tiefe Spuren in Harsleben , so dass zum Ende des Krieges nur noch ca. 100 Hofstellen bewohnt sind.

1701
Harsleben wird preußisch

1795
vernichtet ein Großbrand 37 Höfe im Ostendorf, der interessierte Beobachter kann heute noch die Spuren im Ostendorf entdecken.

1813/1815

lassen 14 Männer aus dem Kirchspiel für König und Vaterland ihr Leben, ihnen zu Ehren wird eine Gedächtnistafel in der Kirche angebracht.

1853
wurde zum letzten Male der Zins für die Heidberge an das Kloster Michaelstein abgeführt. Damit endete eine 421 Jahre alte Tradition zur Bewirtschaftung der Heidberge durch Harsleber Bauern.

1886
kauft die braunschweigische Regierung für 95.500 Mark die im Jahre 1546 der Gemeinde Harsleben übereignete Gemeindeholzung im Wienröder Forst zurück.

1897
gründet sich die Feuerwehr.

Arbeiten auf dem Feld mit dem Mähbinder

 


1906
wird die erste Omnibuslinie von Harsleben nach Halberstadt eingerichtet.

1908
wird der Sportverein Germania gegründet.

1921
wird auf dem Friedhof das Kriegerdenkmal errichtet.

Postkarte von 1937


1923
gründet der Lehrer und Kantor Lange den gemischten Chor "Harmonie".

1939
gründet sich der Kleingartenverein Molkenmühlenweg
.

1941
wird der Kleintiezüchterverein gegründet, zuerst aber nur als Kaninchenzuchtverein
.

1945
übergeben Tierarzt Dr. Kurt Hessler und Bürgermeister Becker den Ort kampflos an die Amerikaner.

1948
verstirbt der Heimatdichter Hermann Vocke.

1951
Gründung des Brieftaubenzuchtvereins “Heimatstolz”.

1954
gilt als Gründungsjahr der Harsleber Jagdgemeinschaft.

1960
bildet sich der Dorfklub und übernimmt die Koordinierung der Kulturarbeit im Ort.

1970
wird am 1. September die neue polytechnische Oberschule "Heinrich Heine" eröffnet.

1972
Gründung des Harsleber Jugendklubs (Disco).

1973
bei einem Großbrand wird der traditionsreiche Saal der Gaststätte 3-Sterne vernichtet.

3-Sterne 1915

1975
Gründung der Seniorengruppe der Volkssolidarität

1976
wird die Mehrzweckhalle fertig gestellt. Damit haben der Schulsport und die Harsleber Vereine bis heute beste Voraussetzungen für ihren Unterricht und die Vereinstätigkeit.

1982
gründet sich der Hundesportverein

1986
gestaltet sich die 850 Jahrfeier durch die Beteiligung der Betriebe, Genossenschaften, Vereine, Schüler des Ortes und nicht zuletzt des Dorfklubs zu einem Höhepunkt für die ganze Gemeinde.

Aufnahme von 1931

1990
Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Staatliche, genossenschaftliche Betriebe und Einrichtungen strukturieren sich um.

1993
Gründung des Sportfischerverein WeHa.

1994
gehört Harsleben zur Verwaltungsgemeinschaft "Untere Bode" zusammen mit Wegeleben,
es wird das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof durch die Gemeinde instand gesetzt, feierlich eingeweiht und Tafeln mit den Namen der Gefallenen des II. Weltkrieges angebracht.

1996
Harsleben hat  2142 Einwohner, die Eigenheimgebiete am Quenstedter Weg und am Erzberg sind weitestgehend bebaut.

1998
wird aus der Freiwilligen Feuerwehr heraus der Spielmannszug gegründet
.

1999
schließt die Post ihre Filiale im Rathaus,
am 30. Oktober wird die neue Harzer Käsefabrik "Otto Rusack" im Gewerbegebiet eingeweiht,
die Gemeinde hat 2373 Einwohner.

2005
Bildung der Verwaltungsgemeinschaft „Bode-Holtemme“, mit den Gemeinden Harsleben, Wegeleben, Groß Quenstedt, Nienhagen und Schwanebeck.

2007
im August wird die traditionsreiche Käserei Rusack nur wenige Jahre nach der Übernahme durch die Molkerei Müller geschlossen.

2008
Durch die von der Landesregierung Sachsen-Anhalt aufgezwunge Gebietsreform soll Harsleben gezwungen werden, sich von Halberstadt eingemeinden zu lassen, dies wird mit überwältigender Mehrheit der Bevölkerung (über 70%) abgelehnt. Im Oktober fasst der Gemeinderat den Beschluß, dass sich Harsleben an der Bildung einer Verbandsgemeinde beteiligt.

2010
Bildung der Verbandsgemeinde „Vorharz“ mit den Gemeinden Harsleben Wegeleben, Groß Quenstedt, Nienhagen, Schwanebeck, Ditfurt, Heteborn, Wedderstedt, Hausneindorf und Hedersleben.

2011
Die 875 Jahr Feier Harslebens war ein absoluter Höhepunkt im kulturellen Leben in den letzten Jahren. Dank geht an Alle die mitgemacht haben, an die Vereine und Institutionen, die Hofbetreiber, die vielen Freiwilligen und alle Beteiligten am tollen Umzug aus nah und fern.

2013
Mit der Sperrung der B79 am 27. Juni setzten die Bürger von Harsleben ein starkes Zeichen.
Organisiert
durch die Bürgerinitiative pro Ortsumfahrung wurden durch ca. 300 Mitbürger ein klares Votum für den schnellen Bau der Ortsumgehung Harsleben - Halberstadt gegeben.

Der 1. Harsleber Weihnachtsmarkt wurde von der Interessengemeinschaft Harsleben organisiert. 

2014
Abriss der Traditionsgaststätte "Schwarzer Adler" , damit wurde ein geschichtsträchtiges Gebäude mit über 500 jähriger Geschichte aus dem Ortsbild getilgt.

2015
Die Fahrradtour des Radiosenders SAW macht Station in Harsleben und bereitet dem Ort einen unvergesslichen Sommertag am 5.7. 2015

2016
Beginn des Baues der Ortsumgehung Harsleben - Halberstadt B79 / B81.
Die Fassade des Harsleber Rathauses wird grundlegend renoviert.

Viele Daten wurden der  Geschichtsseite von Harsleben auf der Homepages der Verbandsgemeinde entnommen,

Link sh. unten (der Redakteur)

 

 

Aktuelle Links


 http://de.wikipedia.org/wiki/Harsleben

http://www.vorharz.net/index.php?id=104236000049

Am Wäschebrunnen 1960er Jahre (Lothar Jeske)

 

Die Seite für unser Dorf | info@gross-harsleben.de